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Legnica
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Legnica , deutsch Liegnitz (schlesisch Liegnz oder Leeg'nz), ist eine Mittelstadt in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Die kreisfreie Stadt ist Kreisstadt des Powiat Legnicki. Bis 1945 war Liegnitz Hauptstadt des Regierungsbezirkes Liegnitz in der preuĂischen Provinz Schlesien.
Die Stadt hat bedeutende Industriezweige der Textilindustrie und der Metallverarbeitung.
Contents
⢠Geographie
⢠Stadtgliederung
⢠Geschichte
⢠Politik
⢠Stadtpräsident
⢠Stadtrat
⢠Partnerstädte
⢠Sonstiges
⢠Wappen
⢠Schienenverkehr
⢠StraĂenverkehr
⢠Architektur
⢠Museen
⢠Sport
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Nachbargemeinden sind im Nordwesten MiĹkowice (Arnsdorf), im Nordosten Kunice (Kunitz), im SĂźdosten Legnickie Pole (Wahlstatt) und Krotoszyce (Kroitsch) im SĂźdwesten.
Stadtgliederung
Der Stadtbezirk ist amtlich nicht in Stadtteile gegliedert, auch wenn die Namen der eingemeindeten Orte traditionell im Gebrauch sind.
Geschichte
Die 1004 erstmals erwähnte Stadt war im 12. Jahrhundert Sitz eines Kastellans. Die HerzÜge Boleslaw I. von Schlesien und dessen Sohn Heinrich I. von Polen residierten häufig in Liegnitz. Während ihrer Herrschaft wurden vermutlich die Holzgebäude innerhalb der Befestigung durch Steinbauten ersetzt. 1241 fand im nahe gelegenen Wahlstatt die Schlacht bei Liegnitz statt, in der Herzog Heinrich II. von Polen mit einem deutsch-polnischen Ritterheer von den Mongolen der Goldenen Horde besiegt wurde. Auch die damals um die Burg liegende Marktsiedlung von Liegnitz wurde durch den Mongolensturm vernichtet. Heinrichs Sohn und Nachfolger Herzog Boleslaus II. von Schlesien legte zwischen 1242 und 1252 sßdwestlich der Burg eine neue Stadt nach Deutschem Recht an, die er zum Residenzort des Herzogtums Liegnitz bestimmte und die ab 1261 auch Sitz eines Archidiakonats war. Zwischen 1281 und 1326 wurde die Stadt mit einem Mauerring befestigt. 1284 wurde erstmals ein Kloster des 1210 gegrßndeten Franziskanerordens in der Stadt erwähnt, das zur Sächsischen Franziskanerprovinz (Saxonia) gehÜrte.cite-ref-2[2]
Nach einem Brand 1338 wurde das Stadtgebiet erweitert und anschlieĂend wiederum mit einer Mauer umgeben, die von vier Toren (Glogauer, Breslauer, Goldberger und Haynauer Tor) durchbrochen war. Die Stadt entwickelte sich zu einem kulturellen Zentrum mit drei bedeutenden Schulen: der Peters-, der Liebfrauen- und der Domschule. Herzog Wenzel I. grĂźndete 1348 ein Kollegiatstift und bestimmte die Domvorstadt zu dessen Dotation. Seit 1352 besaĂ Liegnitz das MĂźnzrecht, seit 1372 eine Erbvogtei. Während der Hussitenkriege drangen Ende April 1428 Hussiten auch in das Herzogtum Liegnitz ein und zerstĂśrten Bunzlau, Goldberg und Haynau. 1430 wurde auch Liegnitz selbst geplĂźndert, die Liegnitzer Burg wurde erfolgreich verteidigt.
1419 erlosch die direkte Liegnitzer Linie der Schlesischen Piasten mit Herzog Wenzel II. Aufgrund einer von Herzog Ludwig I. und seinem Neffen Ruprecht I. 1379 bei ihrem bĂśhmischen Landesherrn KĂśnig Wenzel IV. erwirkten Gesamtbelehnung, mit der einem Heimfall ihrer Teilgebiete vorgebeugt werden konnte, konnte Herzog Ludwig II. von Brieg das Erbe Wenzels II. antreten. Nach dessen Tod 1436 erhielt seine Witwe Elisabeth von Brandenburg das Herzogtum Liegnitz als Leibgedinge. Ihr sollte als nächster Erbberechtigter Ludwigs II. GroĂneffe und Schwiegersohn Johann I. folgen, der seit 1441 als Herzog von Brieg amtierte. Da jedoch versäumt wurde, einen zwischen Ludwig II. und seinen drei Neffen geschlossenen Erbvertrag vom bĂśhmischen Landesherrn KĂśnig Sigismund genehmigen zu lassen, sollte das Herzogtum als erledigtes Lehen an die Krone BĂśhmen fallen. Dadurch kam es nach Ludwigs II. Tod 1436 zu langjährigen Auseinandersetzungen, die den bis 1469 andauernden Liegnitzer Lehnstreit auslĂśsten. Nach Elisabeths Tod 1449 wurde Liegnitz zwar an Johann I. Ăźbertragen, der sich jedoch gegen den Rat der Stadt Liegnitz nicht durchsetzen konnte. Er benutzte den Herrscherwechsel, um sich der Krone BĂśhmen unmittelbar zu unterstellen und so die Erhebung von Liegnitz zur KĂśnigsstadt zu erreichen. Nach dem Tod Johanns I. 1453 stĂźrzten die Ritterschaft des Herzogtums sowie die Liegnitzer ZĂźnfte das Regiment des BĂźrgermeisters Ambrosius Bitschen, der im selben Jahr enthauptet wurde. AnschlieĂend erkannte der Rat der Stadt Johanns siebenjährigen Sohn Friedrich I. als Herzog von Liegnitz an. Unabhängig davon beabsichtigten die bĂśhmischen KĂśnige Ladislaus Postumus und Georg von Podiebrad, das Herzogtum als erledigtes Lehen einzuziehen. Deshalb gelangte Johanns Sohn Friedrich I. erst 1455 an die Regierung seines Herzogtums, das ihm allerdings erst 1469 durch Georg von Podiebrads GegenkĂśnig Matthias Corvinus, der Schlesien erobert hatte, als Lehen verliehen wurde.
Nach dem Tod des Herzogs Friedrich I. 1488 regierte seine Witwe Ludmilla, Tochter Georgs von Podiebrad, das Herzogtum bis 1499 fĂźr ihren unmĂźndigen Sohn Friedrich II., der 1521 von seinem Bruder Georg I. das Herzogtum Brieg erbte und 1523 zudem von Johannes von Thurzo das Herzogtum Wohlau erwarb. 1522 fĂźhrte er die Reformation in Liegnitz ein, wobei er vermutlich von Kaspar von Schwenckfeld beeinflusst wurde. Der Konvent der Franziskaner wurde 1524 aufgelĂśst, die letzten BrĂźder verlieĂen das Kloster 1541.cite-ref-3[3] Lediglich das Archidiakonat und das Benediktinerinnenkloster blieben katholisch. Friedrich II. grĂźndete im Herbst 1526 in Liegnitz die deutschlandweit erste protestantische Universität.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]cite-ref-6[6] die jedoch, wegen der durch Kaspar von Schwenckfeld ausgelĂśsten religiĂśsen Wirren, nur bis 1530 bestand. Im 16. Jahrhundert erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Niedergang durch Raubrittertum und hohe herzogliche Forderungen. Auch im DreiĂigjährigen Krieg musste die BevĂślkerung viel erleiden. Durch die Kriegsauswirkungen und die Pest von 1633 ging die Einwohnerzahl von rund 8000 auf etwa 2500 zurĂźck.
Der letzte Liegnitzer Piastenherzog war Georg Wilhelm I., der 1675 fĂźnfzehnjährig starb. Kaiser Leopold I. zog dessen HerzogtĂźmer als erledigte Lehen ein und setzte in seiner Eigenschaft als KĂśnig von BĂśhmen in Liegnitz einen residierenden Landeshauptmann ein. Um 1700 lieĂen sich bĂśhmische Franziskaner in Liegnitz nieder.cite-ref-7[7]
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg kam die Stadt 1742 an PreuĂen. Durch die Einrichtung einer Kriegs- und Domänenkammer in Glogau, die auch fĂźr das Herzogtum Liegnitz zuständig war, ging die wirtschaftliche Bedeutung von Liegnitz zurĂźck. Im Siebenjährigen Krieg kam es zu einer erneuten Schlacht bei Liegnitz, bei der ein preuĂisches Heer unter Friedrich II. die Kaiserlichen unter Feldmarschall Leopold Graf von Daun schlug.
Auch in den Napoleonischen Kriegen wurde Liegnitz mit Kontributionen und Einquartierungen drangsaliert. Von der Säkularisation 1810 waren das Benediktinerinnen- und das Franziskanerkloster sowie das Propsteigebäude (Leubuser Haus) betroffen. Nach der Neuorganisation der Kreise in PreuĂen nach dem Wiener Kongress gehĂśrte mit der EinfĂźhrung der Regierungsbezirke zum 1. Mai 1816 die Stadtgemeinde Liegnitz zum Landkreis Liegnitz in der Provinz Schlesien zum Regierungsbezirk Liegnitz.
Mit der Verlegung der niederschlesischen Verwaltung 1809 von Glogau nach Liegnitz sowie der nachfolgenden Industrialisierung erlebte die Stadt im 19. Jahrhundert eine wirtschaftliche BlĂźte, die auch zu einem raschen Anstieg der BevĂślkerung fĂźhrte. In der preuĂischen Verwaltung im Liegnitzer Schloss war Alexander von Minutoli (1806â1887), als Gewerbedezernent fĂźr die wirtschaftliche Entwicklung der schlesischen Industrie zuständig. Er grĂźndete in seiner Wohnung in der Goldberger StraĂe 33 schon im April 1844 mit einer aus 3600 Objekten bestehenden Sammlung das erste Kunstgewerbemuseum der Welt.cite-ref-8[8] Durch KĂśnig Friedrich Wilhelm IV. unterstĂźtzt, durfte er dann seine schnell wachsende Sammlung im oberen Stockwerk des Liegnitzer Schlosses ausstellen. 1857 besichtigten 6000 Personen aus ganz Europa die in 18 Räumen präsentierten 28.000 Objekte zwischen Juni und Ende November.cite-ref-9[9]
Zwischen 1844 und 1875 erhielt die Stadt Eisenbahnverbindungen mit den benachbarten schlesischen Städten sowie mit Dresden und Berlin. Bedeutung erlangte der intensive GemĂźseanbau, der 1723 durch die Einrichtung einer HĂśheren Landwirtschaftsschule gefĂśrdert wurde. (Zweihundert Jahre später â 1925 â wurde daraus die Landwirtschaftliche GemĂźsebauschule.) Bedeutung erlangten auch die Liegnitzer Textilerzeugnisse sowie ab 1849 der Klavierbau der Firma Eduard Seiler (später auch MĂśbelbau, Liegnitzer Ringtisch). Liegnitz war Sitz einer Oberpostdirektion (1850 bis 1934).
Zum 1. Januar 1874 wurde Liegnitz als dritte niederschlesische Stadt (nach Breslau und GĂśrlitz) zum Stadtkreis erhoben.cite-ref-10[10] Der Landrat des Landkreises Liegnitz hatte weiterhin seinen Sitz in der Stadt. Mitte Juni 1898 kam es während der Amtszeit des OberbĂźrgermeisters Ottomar Oertel aus nichtigem Anlass in der Stadt zu mehrtägigen Unruhen, welche einen Toten und mehrere Verletzte forderten und nur durch den massiven Einsatz einer Kompanie des dortigen Grenadier-Regiments Nr. 7 beendet werden konnten. Diese Tumulte in Liegnitz waren die Ursache fĂźr beträchtliche Reformen in der Kommunalen Polizei PreuĂens ab 1898. Die elektrische StraĂenbahn wurde 1898 in Betrieb genommen. Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte Liegnitz zwei evangelische Kirchen, zwei katholische Kirchen, eine altkatholische Kirche, ein Bethaus der Irvingianer und eine Synagoge.cite-ref-mkl-11-0[11]
Bei der Volkszählung von 1910 gaben in Liegnitz 95,86 Prozent der Bewohner Deutsch, 2,26 Prozent Wendisch, 1,27 Prozent Polnisch, 0,19 Prozent Tschechisch sowie 0,15 Prozent Deutsch und Polnisch als Muttersprache an.
Die Luftwaffe der Wehrmacht errichtete ab 1935 am SĂźdrand der Stadt den Fliegerhorst Liegnitz. Zum 1. April 1937 wurden Teile der Gemeinden Alt Beckern, GroĂ Beckern, Hummel, Liegnitzer Vorwerke, Pfaffendorf und Prinkendorf aus dem Landkreis Liegnitz in den Stadtkreis Liegnitz eingegliedert. Von bis 1919 und von 1938 bis 1941 gehĂśrte Liegnitz zur Provinz Schlesien und von 1919 bis 1938 sowie von 1941 bis 1945 zur Provinz Niederschlesien.cite-ref-12[12]
Im Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl infolge der Verlagerung deutscher Betriebe nach Niederschlesien auf rund 90.000 an. Am 9. Februar 1945 eroberte die Rote Armee Liegnitz und setzte Teile der Altstadt sowie das Schloss in Brand. Ab dem 25. April 1945 etablierte sich die Verwaltung der Volksrepublik Polen in der Stadt; in der Folge kam der Ort an Polen. Daneben bestand bis 1947 weiterhin die Sowjetische Militärkommandantur. Der Ortsname wurde zunächst zu Lignica polonisiert und später in Legnica abgeändert. Die BevĂślkerung wurde fast gänzlich aus Liegnitz vertrieben und es begann die Besiedlung mit Polen, die vorwiegend aus den im Rahmen der âWestverschiebung Polensâ an die Sowjetunion gefallenen Gebieten Ăśstlich der Curzon-Linie kamen.
Obwohl die Stadt nach der Eroberung und den Brandstiftungen nahezu unzerstĂśrt geblieben war, wurde die gut erhaltene mittelalterliche Altstadt mit ihrer kleinteiligen Bebauung in den 1960er Jahren eingeebnet. Lediglich die Kirchen der Stadt, Ăśffentliche Bauten, wie die beiden Rathäuser, die Ritterakademie und das Stadttheater sowie einige wenige BĂźrgerhäuser, wie die Heringsbuden, blieben als Fragmente der Altstadt bestehen, die daraufhin im sozialistischen Musterstil mit WohnblĂścken auf vereinfachtem StraĂennetz neu angelegt wurde.
Zur Zeit des Kalten Krieges war Legnica der wichtigste Standort der Sowjetarmee in der Volksrepublik Polen und eine wichtige Schaltzentrale des Warschauer Pakts, was die Verwandlung grĂśĂerer Teile des Stadtgebiets zum Sperrgebiet fĂźr die polnische BevĂślkerung zur Folge hatte. Die sowjetische Militäradministration Ăźbernahm rund ein Drittel der Immobilien im Stadtgebiet, zu âKlein-Moskauâ (MaĹa Moskwa) hatten die polnischen BehĂśrden keinen Zutritt.cite-ref-13[13] In Legnica befanden sich der Stab der Nordgruppe der Truppen der Sowjetarmee â bis zur Verlegung nach Warschau und Ĺwidnica 1984 â sowie das Oberkommando der Westrichtung des Warschauer Pakts, auĂerdem die 4. Luftarmee der Sowjetischen Luftstreitkräfte. Von hier aus brachen die sowjetischen Truppen im August 1968 in die Tschechoslowakei auf. Der Abzug der russischen Truppen war 1993 abgeschlossen.
In Liegnitz befand sich der erste schriftlich dokumentierte deutsche Briefkasten 1633 am Haynischen Tor. Bekannt war Liegnitz insbesondere auch fßr seine Pfefferkuchenspezialität Liegnitzer Bombe.cite-ref-15[15]
Am 25. März 1992 erhob Papst Johannes Paul II. Liegnitz zum Sitz des rÜmisch-katholischen Bistums Legnica.
Wirtschaftsgeschichte
In frĂźheren Jahrhunderten spielten die Landwirtschaft und speziell der GemĂźseanbau eine bedeutende Rolle. Ein bekanntes Produkt sind die âLiegnitzer Stickseâ (eingelegte, längs geviertelte Gurken). Im 19. und 20. Jahrhundert etablierten sich Betriebe der chemisch-pharmazeutischen Branche, metallverarbeitende Betriebe (vor allem Textilmaschinenbau), Bekleidungs- und Holzindustrie.
Im 19. und frĂźhen 20. Jahrhundert war Liegnitz ein bedeutendes Zentrum des Klavierbaus. Im Jahr 1913 bestanden zwĂślf Pianofortefabriken. Drei Klaviaturfabriken arbeiteten als Zulieferer fĂźr Firmen wie BlĂźthner in Leipzig.cite-ref-16[16] 1849 wurde die Pianofortefabrik Eduard Seiler gegrĂźndet, die nach der Vertreibung in Kitzingen am Main fortgefĂźhrt wurde und als Marke bis heute besteht. Die Fabriken von Julius Gerstenberger (gegrĂźndet 1864) und Gustav Selinke (gegr. 1866, 1889 Selinke & Sponnagel, 1894 Eduard Sponnagel) wurden 1925/29 von Arthur Franke in der Firma Franke, Sponnagel & Gerstenberger zusammengefĂźhrt. Ein weiterer groĂer Betrieb mit fast zweitausend Mitarbeitenden war die Liegnitzer Wollwarenfabrik.cite-ref-17[17]
BevĂślkerungsentwicklung
Im Zeitraum 1890 bis 1939 gehĂśrten Ăźber 80 Prozent der Einwohner von Liegnitz der evangelischen Glaubensgemeinschaft an.cite-ref-18[18]
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1783 | 0 4810 | [ 19 ] |
| 1819 | 0 9617 | [ 20 ] |
| 1825 | 0 9592 | davon 7953 Evangelische, 1536 Katholiken und 102 Juden [ 21 ] |
| 1828 | 10.242 | ohne Militär [ 21 ] |
| 1829 | 10.245 | ohne Militär, davon 8445 Evangelische, 1653 Katholiken und 147 Juden [ 22 ] |
| 1840 | 13.150 | ohne Militär, davon 10.780 Evangelische, 2.038 Katholiken und 332 Juden [ 23 ] |
| 1855 | 15.891 | meist Protestanten, unter diesen auch 257 Altlutheraner , 47 Irvingianer und 8 Baptisten [ 24 ] |
| 1858 | 17.889 | davon 17.124 Zivilisten (13.794 Evangelische, 2.526 Katholiken, 197 Christkatholiken und 807 Juden) und 765 Militärpersonen [ 24 ] |
| 1864 | 19.574 | [ 19 ] |
| 1880 | 37.157 | [ 25 ] |
| 1885 | 43.347 | [ 25 ] |
| 1890 | 46.874 | davon 37.350 Evangelische, 8176 Katholiken und 913 Juden [ 25 ] |
| 1900 | 54.822 | davon 43.793 Evangelische, [ 25 ] 9657 Katholiken und 877 Juden [ 11 ] |
| 1910 | 66.620 | davon 53.136 Evangelische, 11.827 Katholiken und 742 Juden (1888 Militärpersonen) [ 26 ] |
| 1925 | 73.123 | davon 58.441 Evangelische, 12.201 Katholiken, 118 sonstige Christen, 833 Juden [ 25 ] |
| 1933 | 76.544 | davon 60.682 Evangelische, 11.975 Katholiken, 13 sonstige Christen, 674 Juden [ 25 ] |
| 1939 | 78.456 | davon 60.263 Evangelische, 12.453 Katholiken, 445 sonstige Christen, 194 Juden [ 25 ] |
| 1945 | 25.085 | |
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1960 | 0 65.000 | [ 27 ] |
| 1995 | 107.837 | |
| 2000 | 107.427 | |
| 2005 | 105.939 | |
Politik
Stadtpräsident
An der Spitze der Stadtverwaltung steht der Stadtpräsident. Seit 2002 war dies Tadeusz Krzakowski (SLD). Ab 2006 kandidierte er mit seinem eigenen Wahlkomitee, blieb aber SLD-Mitglied und wurde von seiner Partei auch unterstĂźtzt. Bei der Neuwahl im Oktober 2018 stellte das WahlbĂźndnis aus SLD und Lewica Razem dann erstmals einen eigenen Kandidaten gegen ihn auf, konnte seine Wiederwahl aber nicht durchsetzen. 2024 wurde Maciej Kupaj (PO) zu seinem Nachfolger gewählt. Die turnusgemäĂe Wahl 2024 fĂźhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-28[28]
⢠Maciej Kupaj (Koalicja Obywatelska) 47,3 % der Stimmen
⢠Joanna ĹliwiĹka-Ĺokaj (Prawo i SprawiedliwoĹÄ) 25,6 % der Stimmen
⢠Tadeusz Krzakowski (Wahlkomitee Tadeusz Krzakowski) 15,3 % der Stimmen
⢠BartĹomiej Rodak (Wahlkomitee âNeues Legnica â BartĹomiej Rodakâ) 11,9 % der Stimmen
Nachdem Amtsinhaber Krzakowski bereits im ersten Wahlgang als Drittplatzierter ausgeschieden war, setzte sich Maciej Kupaj in der Stichwahl mit 65,9 % der Stimmen deutlich gegen die PiS-Kandidatin ĹliwiĹka-Ĺokaj durch und wurde neuer Stadtpräsident.
Die turnusgemäĂe Wahl 2018 fĂźhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-29[29]
⢠Tadeusz Krzakowski (Wahlkomitee Tadeusz Krzakowski) 42,5 % der Stimmen
⢠JarosĹaw Rabczenko (Koalicja Obywatelska) 26,6 % der Stimmen
⢠Arkadiusz Baranowski (Prawo i SprawiedliwoĹÄ) 22,7 % der Stimmen
⢠Adam Gizicki (Kukizâ15) 4,4 % der Stimmen
⢠MichaŠHuzarski (Sojusz Lewicy Demokratycznej / Lewica Razem) 3,8 % der Stimmen
Bei der damit notwendigen Stichwahl setzte sich Krzakowski mit 64,8 % der Stimmen deutlich gegen den KO-Kandidaten Rabczenko durch und blieb Stadtpräsident.
Stadtrat
Der Stadtrat umfasst 23 Mitglieder, die direkt gewählt werden. Die Wahl im April 2024 fßhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-30[30]
⢠Koalicja Obywatelska (KO) 46,0 % der Stimmen, 14 Sitze
⢠Prawo i SprawiedliwoĹÄ (PiS) 28,2 % der Stimmen, 8 Sitze
⢠Wahlkomitee Tadeusz Krzakowski 11,5 % der Stimmen, 1 Sitz
⢠Wahlkomitee âNeues Legnica â BartĹomiej Rodakâ 9,6 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Ăbrige 4,7 % der Stimmen, kein Sitz
Die Wahl im Oktober 2018 fĂźhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-31[31]
⢠Wahlkomitee Tadeusz Krzakowski 28,1 % der Stimmen, 9 Sitze
⢠Prawo i SprawiedliwoĹÄ (PiS) 27,7 % der Stimmen, 7 Sitze
⢠Koalicja Obywatelska (KO) 27,1 % der Stimmen, 7 Sitze
⢠Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) / Lewica Razem (Razem) 8,9 % der Stimmen, kein Sitz
⢠Kukizâ15 8,3 % der Stimmen, kein Sitz
Partnerstädte
⢠Deutschland Wuppertal, das 1954 die Patenschaft fßr die aus Liegnitz vertriebenen Deutschen ßbernahm und bis 2020 ein Liegnitzer Heimatarchiv beherbergte.
⢠Tschechien Blansko, Tschechien
⢠Ukraine Drohobytsch, Ukraine
⢠Frankreich Roanne, Frankreich
Sonstiges
In vielen Städten in der Bundesrepublik wurden in der Nachkriegszeit als Zeichen der Verbundenheit mit den verlorenen deutschen Ostgebieten StraĂen nach dortigen Städten benannt. So gibt es beispielsweise u. a. in Bonn, Marl, in MĂźnchen und in LĂźnen eine Liegnitzer StraĂe. Ein historischer Tischtypus ist der Liegnitzer Ringtisch (benannt nach dem Herstellungsort).
Wappen
Blasonierung: In Blau ein nach links gewendeter, goldener, doppeltgeschwänzter LÜwe mit zwei gekreuzten silbernen Schlßsseln in den Pranken.
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Hauptartikel
:
Wappen von Legnica
In dieser Form wurde das Wappen am 12. März 1453 vom bĂśhmischen KĂśnig Ladislaus Postumus verliehen und von Kaiser Friedrich III. bestätigt. UngewĂśhnlich ist das in der Verleihungsurkunde beschriebene Oberwappen, das aus einer Krone und der darauf befindlichen gemeinen Figur des Schilds besteht (ââŚauf dem schild ain gulden Cron und darinn das vordertail des Lewen haltend in der ainen phaten zwen SluesselâŚâ).cite-ref-33[33] Die SchlĂźssel sind Attribute des heiligen Petrus, des Patrons der Stadtpfarrkirche, und finden sich bereits in älteren Stadtsiegeln.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die groĂen Kupfererzvorkommen nĂśrdlich der Stadt wurden ab 1957 abgebaut und es entstand eine KupferschmelzhĂźtte, fĂźr die im Jahr 1960 eine Schmelzkapazität von 50.000 Tonnen/Jahr angegeben wurde.cite-ref-meyer-34-0[34]
Schienenverkehr
Liegnitz verfĂźgt Ăźber zwei BahnhĂśfe. Den Bahnhof Legnica im Nordosten des Stadtzentrums und den Haltepunkt Legnica Piekary im Stadtteil Piekary. Eisenbahnverbindungen bestehen nach Dresden, Posen und Kattowitz und Berlin. Es ist sowohl an das europäische Schienen-Fernverkehrs-Netz angeschlossen, als auch wichtiger Knotenpunkt fĂźr den regionalen Schienenpersonennahverkehr. RegelmäĂig verkehren von Liegnitz Intercity-ZĂźge nach Berlin oder auch RegionalzĂźge nach Dresden.
StraĂenverkehr
Durch Liegnitz fĂźhrt die EuropastraĂe E40 als Autostrada A4, welche Deutschland mit Oberschlesien verbindet. Diese bildet in weiten Teilen die Via Regia ab, eine mittelalterliche kĂśnigliche HandelsstraĂe, die das Rheinland mit Schlesien verband. Auch ist die Via Regia Teil der weit verzweigten Pilgerwege zur Heiligtumsfahrt nach Aachen und der Jakobswege nach Santiago der Compostela. Ebenso verläuft die parallel zur A4 liegende LandesstraĂe DK94 durch Liegnitz. Die EuropastraĂe E65, welche den Norden und SĂźden Europas verbindet, verläuft, als SchnellstraĂe S3, westlich der Stadt.
Flugplatz Liegnitz
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Hauptartikel
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Flugplatz Legnica
Seit 1912 verfßgt die Stadt, mit Unterbrechungen ßber einen Flugplatz, der 1935 zu einem Fliegerhorst ausgebaut wurde. Im Kalten Krieg war hier die 4. Luftarmee der sowjetischen Luftstreitkräfte stationiert und der Flughafen wurde weiter ausgebaut. Heute wurde der Flughafen weitestgehend zurßckgebaut und wird nur noch in Teilen als ziviler Flugplatz genutzt. Anfang der 2000er Jahre entstand dort ein Gewerbegebiet.
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
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Hauptartikel
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Kathedrale St. Peter und Paul (Legnica)
⢠Die gotische Kathedrale St. Peter und Paul (polnisch KoĹcióŠĹĹ Piotra i PawĹa), auch âOberkircheâ genannt, wurde von 1329 bis 1390 errichtet, mehrmals nach Brandschäden wieder instand gesetzt, beispielsweise 1835 nach EntwĂźrfen von Karl Friedrich Schinkel.cite-ref-meyer-34-1[34] Die Restaurierung bzw. der Umbau der Kirche von 1892 bis 1894 nach einem Entwurf Johann Otzens fĂźhrte zu grundlegenden Veränderungen vor allem fĂźr das ĂuĂere. Die unvollendet gebliebene Hauptfassade wurde um einen SĂźdturm mit neugotischem Turmhelm ergänzt und der Gesamtbau durch Verblendung mit neuen Backsteinen sowie neue Bauplastiken in seiner historischen Substanz stark verändert. Dagegen blieb die wertvolle Innenausstattung der dreischiffigen Hallenkirche erhalten. Aus der Renaissance stammen das Liegnitzer RatsgestĂźhl von 1568, die Kanzel Caspar Bergers von 1586 bis 1588 sowie zahlreiche Epitaphien. Barock ist neben dem Hauptaltar mit dem Gemälde Christi Himmelfahrt das Gehäuse der Orgel (1722â1725), ein Werk Ignatius Mentzels, das ein Instrument der Firma Schlag & SĂśhne von 1894 birgt.cite-ref-35[35] Nachdem Herzog Friedrich II. 1522/23 in seinem Herzogtum Liegnitz die Reformation einfĂźhrte, diente die Kirche als evangelisches Gotteshaus. Nach dem Ăbergang an Polen 1945 wurde sie den Katholiken Ăźbergeben. Eine Ende des 19. Jahrhunderts entfernte Marienfigur im Hauptportal wurde nach der Rekatholisierung wieder angebracht und die an dieser Stelle eingefĂźgte Figur Martin Luthers entfernt. Dessen im 19. Jahrhundert nebenstehend angebrachtes Zitat âHier stehe ich und kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen. Worms 1521â blieb jedoch erhaltencite-ref-36[36] und wird nun scheinbar Maria in den Mund gelegt. Seit 1992 dient die Kirche als Kathedrale des neugegrĂźndeten Bistums Legnica.
⢠Die älteste Kirche ist die aus dem 12. Jahrhundert stammende Marien- oder Niederkirche (KoĹcióŠMarii Panny), die auch als Liebfrauenkirche bekannt wurde. Stärker noch als der Dom wurde ihre ursprĂźngliche gotische, mehrfach umgebaute Gestalt nach einem Brand von 1824 bis 1829 neugotisch Ăźberformt und zur Hallenkirche verändert. Sie besitzt ein Ăźppiges barockes Orgelgehäuse von 1735.
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Hauptartikel
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St. Johannes Baptist (Legnica)
⢠Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist (KoĹcióŠĹw. Jana Chrzciciela), im Jahre 1333 begonnen, wurde von 1714 bis 1720 vermutlich nach EntwĂźrfen von Christoph Dientzenhofer und dessen Sohn Kilian Ignaz Dientzenhofer fertig gebaut. SĂźdĂśstlich der Kirche befindet sich das Mausoleum der Schlesischen Piasten, das von 1677 bis 1679 als Stiftung der Herzogin Luise von Anhalt-Dessau errichtet wurde.
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Schloss Liegnitz
⢠Das Piastenschloss (Zamek Piastowski) zählt zu den ältesten Steinburgen Polens. Es entstand am Ende des 11. Jahrhunderts und war zwischen 1248 und 1675 Hauptsitz der HerzĂśge von Liegnitz und Brieg. Nach dem Tod des letzten Piasten Georg Wilhelm I. fiel das Schloss als erledigtes Lehen an die Krone BĂśhmen heim. Als der preuĂische KĂśnig Friedrich II. die Stadt 1740 einnahm, lieĂ er das Schloss umbauen. Verteidigungsanlagen wie Wassergraben oder ZugbrĂźcke wurden entfernt. 1835 und 1840 zerstĂśrten zwei Feuer das alte Piastenschloss. 1840 wurde es nach Plänen von Schinkel wiederaufgebaut, wobei das Schloss durch Ornamente im Stil der Gotik und Renaissance ergänzt wurde. 1945 brannte das Schloss vollkommen aus und wurde erst in den 1960er Jahren wieder aufgebaut. 2009 wurde es saniert und beide TĂźrme als Aussichtsplattform fĂźr die Ăffentlichkeit freigegeben. Im Gebäude befinden sich heute Bildungseinrichtungen, darunter die Pädagogische Hochschule Legnica.cite-ref-37[37]
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Altes Rathaus (Legnica)
⢠Das Alte Rathaus am Ring wurde von 1737 bis 1741 im Barockstil errichtet.
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Hauptartikel
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Neues Rathaus (Legnica)
Das Neue Rathaus (Nowy ratusz) wurde von 1902 bis 1906 nach einem Entwurf des Stadtbaurats Paul Oehlmann im Stil der Neorenaissance errichtet. Wegen der raschen Zunahme der BevĂślkerung war der Bau eines neuen Rathauses nĂśtig geworden. Der eigentliche Plan sah neben diesem Gebäude weitere Bauten vor, welche zusammen einen Innenhof bildeten und durch einen groĂen Turm ergänzt werden sollten. Dieses Projekt wurde jedoch wohl aufgrund von mangelnden finanziellen Mitteln nicht realisiert. Heute befindet sich noch immer die Verwaltung der Stadt in dem Gebäude.cite-ref-38[38]
Weitere SehenswĂźrdigkeiten
⢠Die Ritterakademie wurde 1726 im Barockstil errichtet.
⢠Liegnitzer Ring mit Heringsbuden
⢠Neptunbrunnen (Gabeljßrge)
⢠Alte Stadttore (Glogauer Tor, Haynauer Tor)
⢠Franziskanerkloster
⢠Scultetus-Haus mit Sgraffito-Schmuck
⢠Gebäude der Hauptpost
⢠Gebäude des Hauptbahnhofs, Neubau der Deutschen Reichsbahn von 1929 mit stĂźtzenfreier groĂer Bahnhofshalle
⢠Denkmal-Dampflok, erbaut von Schichau 1943 (Standort Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs)
⢠Dreifaltigkeitskirche
⢠Orthodoxe Auferstehungskirche
⢠Stadtpark
⢠Im Jahre 2005 als Kursächsische Ganzmeilensäule restaurierter preuĂischer Ganzmeilenobelisk aus dem 19. Jahrhundert an der JauerstraĂe
⢠In der St.-Hyazinth-Kirche (Parafia Rzymskokatolicka p.w. Ĺw. Jacka) wird eine von der katholischen Kirche 2016 zur Verehrung zugelassene Bluthostie ausgestellt.cite-ref-39[39]
Architektur
Der Kern des Stadtzentrums wurde Ăźber die Jahrhunderte von Bränden heimgesucht. In den 1960er und 1970er Jahren entstanden hier Plattenbauten, und heute ist das Zentrum architektonisch nicht einheitlich. Im Stadtzentrum befinden sich die Bauten aus dem Mittelalter (das Piastenschloss, die Kathedrale, die Marienkirche, erhaltene historische TĂźrme von Teilen der Stadtmauer), der Renaissance (Teile des Schlosses, Häusergruppe â sogenannte âHeringsbudenâ, das Haus zum Wachtelkorb, Scultetus-Mietshaus), dem Barock (die Ritterakademie, die St. Johannes-Kirche, die ehemalige St.-Mauritius-Kirche, die Kurie der Leubuser Ăbte, Altes Rathaus) sowie Beispiele klassizistischer Architektur (das Gebäude der ehemaligen Empik-Filiale am Marktplatz), des Neobarocks (Gebäude des I. Allgemeinbildenden Gymnasiums [I Liceum OgĂłlnoksztaĹcÄ
ce], das Bankgebäude am Klasztorny-Platz) und schlieĂlich moderne Gebäude sowie ältere Steinbauten, die bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurden.cite-ref-40[40]
Einheitlicher sind die an das mittelalterliche Zentrum angrenzenden Bezirke: im sßdlichen Tarninów dominieren eklektische Bauten mit Einflßssen der Moderne und des Jugendstils. Im sßdlichen Teil des Bezirks dominieren Mietshäuser.cite-ref-41[41]
Fabryczna, der westliche Bezirk, besteht aus Fabriken und Arbeiterhäusern aus dem 19. Jahrhundert, ebenso wie der Bezirk Kartuzy im Ăśstlichen Teil. Teilweise im Norden und SĂźdosten sind Mietshäuser zu sehen. Ochota, der Bezirk im SĂźdosten â vom Stadtpark zum Bezirk TarninĂłw, besteht seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ebenfalls aus Mietshäusern.
Die Wohnsiedlungen von Einfamilienhäusern aus den 1920er Jahren sind typisch fĂźr das Gartenstadtkonzept. Diese sind die Bezirke: Piekary Wielkie mit einigen Reihenhäusern (West), Stare Piekary (West), PrzedmieĹcie GĹogowskie (Norden), ein Teil der Sienkiewicza-Siedlung (SĂźden), PrzybkĂłw (SĂźden), Nowe-Siedlung (SĂźden) und ein Teil der BiaĹe-Sady-Siedlung (SĂźdost).cite-ref-42[42] Die heutigen Einfamilienhäuser aus dem 21. Jahrhundert befinden sich in der AmerykaĹskie-Siedlung (West), Sienkiewicza-Siedlung (SĂźden) und W-Alejach-Siedlung (SĂźdost). In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden die Häuser in der BiaĹe-Sady-Siedlung (SĂźdwesten), Bielany-Siedlung (ihr nĂśrdlicher Teil) und Sienkiewicz-Siedlung (ihr nĂśrdlicher Teil), die an damalige Idee erinnern, preiswerte Einfamilienhäuser zu bauen.cite-ref-43[43]
Die Mehrfamilienhäuser in der Umgebung der DziaĹkowa-, Chojnowska- und Marynarska-StraĂen, Asnyka- und ZĹotoryjska-StraĂen (Asnyka-Siedlung), Gliwicka-StraĂe (Czarny-DwĂłr-Siedlung) und Rzeczypospolitej-Allee (Bielany-Siedlung)cite-ref-44[44] sind Beispiele modernistischer Bebauung.cite-ref-45[45] Die Plattenbau in der Fadom-Technologie wird in den Ăśstlichen Wohnsiedlungen repräsentiert: aus der Wende der 1970er und 1980er Jahren â Kopernika-Siedlung und aus der Wende der 1980er und 1990er Jahren â Piekary-Siedlung; weiter repräsentiert wird diese Technologie in den westlichen Wohnsiedlungen: Teil der Asnyka-Siedlung und Zosinek-Siedlung sowie in der Umgebung der DrzymaĹy- und PiÄ
tnicka-StraĂen. Die Bauten in der Nähe von den StraĂen Myrka, MyĹliwca, SĹubicka, PoznaĹska und Chocianowska sowie die im historischen Waldpark Lasek ZĹotoryjski sind die ehemaligen Kaserne der Wehrmachtstruppen und später der Nordgruppe der sowjetischen Streitkräften, die an moderne Wohnungen angepasst wurden. Darunter befinden sich auch einzelne Plattenbauten, die von polnischen Unternehmen im Austausch fĂźr die zuvor bewohnten Gebäude im Zentrum errichtet wurden (der westliche Teil der Zosinek-Siedlung, der in der Breslauer-Plattenbau-Technologie erbaut wurde, die Gebäude in den StraĂen Bydgoska, Chojnowska und Marcinkowskiego sowie Wybickiego und KoĹciuszki in TarninĂłw) sowie aus der UdSSR mitgebrachten Teilen zusammengebaute Gebäude des sogenannten Leningrad-Typs.
Museen
⢠Das Kupfermuseum im ehemaligen Haus der Leubuser Ăbte wurde 1962 gegrĂźndet. Es befasst sich mit der Geschichte des Kupferbergbaus und des Werkstoffes Kupfer.cite-ref-46[46] Zum Museum gehĂśren auch die Ausstellungen in der Ritterakademie, die Piasten-Kapelle, die Reste der ehemaligen Schlosskapelle im Piastenschloss und das Museum zur Schlacht bei Liegnitz in Wahlstatt.
Sport
⢠In der Stadt ist der FuĂballverein MiedĹş Legnica aktiv, der 1992 den Polnischen FuĂballpokal erringen konnte. In der Saison 2018/19 spielte der Verein erstmals in der Ekstraklasa, der hĂśchsten polnischen Spielklasse.
PersĂśnlichkeiten
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
Bis 1900
⢠Matthias von Liegnitz (um 1350 â um 1413), Theologieprofessor an der Karls-Universität Prag
⢠Georg Liban (1464 â nach 1546), Altphilologe, Musiktheoretiker und Komponist (Geburtsort nicht sicher)
⢠Hieronymus Haunold (1518â1567), deutscher Mediziner
⢠Johann Peter Titz (1619â1689), Pädagoge, Dichter und evangelischer Kirchenlieddichter
⢠Georg Thebesius (1636â1688), Stadtschreiber und Syndikus
⢠Christian Gottlieb Reusner (1672â1730), Stadtarzt von Jauer und Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina
⢠Gottlieb Stolle (1673â1744), Polyhistor
⢠Christian Josef Willenberg (1676â1731), Militäringenieur
⢠Benjamin Gottlieb Gerlach (1698â1756), Pädagoge und Autor
⢠Kaspar Gottlieb Lindner (1705â1769), Lyriker, Opitz-Biograf und Arzt
⢠Georg Rudolf BĂśhmer (1723â1803), Mediziner und Botaniker
⢠Johann Christian Bartsch (1726â1803), Kriegs- und Domänenrat
⢠Karl Gesell (1800â1879), Pädagoge
⢠Julius August Lauterbach (1800â1858), Jurist, Landrat und Parlamentarier
⢠Julius Emil August MĂźller (1808â1885), evangelischer Theologe, Politiker und Abgeordneter
⢠Rudolf von Bessel (1810â1894), Generalleutnant
⢠Hermann Wasserschleben (1812â1893), Rechtshistoriker und Politiker
⢠Julius Sommerbrodt (1813â1903), klassischer Philologe
⢠Robert von Benda (1816â1899), Politiker, Mitglied des PreuĂischen Herrenhauses
⢠Johann Ernst Benjamin Bilse (1816â1902), Kapellmeister, Dirigent und Komponist
⢠Karl von Vogelsang (1818â1890), katholischer Publizist, Politiker und Sozialreformer
⢠Leopold Kronecker (1823â1891), Mathematiker
⢠Hugo Ernst Heinrich RĂźhle (1824â1888), Mediziner
⢠Otto KĂźbler (1827â1912), Pädagoge und klassischer Philologe
⢠Karl Hoffmann-Scholtz (1830â1888), Verwaltungsjurist und Politiker
⢠Gerhard Amyntor (1831â1910), preuĂischer Generalstabsoffizier und Schriftsteller
⢠Adolf Thiem (1836â1908), Wasserbau-Ingenieur, BegrĂźnder der Grundwasserforschung
⢠Hedwig von Rittberg (1839â1896), Krankenschwester, GrĂźnderin des Hilfsschwestern-Vereins
⢠Erich Frantz (1842â1903), katholischer Theologe
⢠Eugene Amandus Schwarz (1844â1928), deutsch-US-amerikanischer Entomologe
⢠Dedo von Krosigk (1848â1908), preuĂischer Generalmajor
⢠Arthur Goebel (1853â1939), Sanitätsoffizier, Direktor der CharitĂŠ
⢠Otto Warschauer (1853â1916), deutscher Staatswissenschaftler und NationalĂśkonom
⢠Adolph von Staff genannt von Reitzenstein (1854â1936), Jurist, Präsident des OLG DĂźsseldorf und Marienwerder
⢠Hermann von Dresler und Scharfenstein (1857â1942), General
⢠Paul Steinberg (1857âunbekannt), BĂźrgermeister von Detmold
⢠Ferdinand Friedensburg (1858â1930), Numismatiker, Dozent und Jurist
⢠Eduard Jacobi (1862â1915), deutscher Arzt und Hochschullehrer
⢠Ernst NeiĂer (1863â1942), Internist in Stettin
⢠Anna Blos (1866â1933), Politikerin, Lehrerin, Autorin und Frauenrechtlerin
⢠Julius Robert Hannig (1866â1931), Bildhauer, EhrenbĂźrger von Liegnitz
⢠Gustav Winkler (1867â1954), Textilfabrikant
⢠Georg HĂźsing (1869â1930), Historiker und Germanist
⢠Martin Schian (1869â1944), Theologe und Kirchenhistoriker
⢠Wilhelm Haberling (1871â1940), Arzt und Medizinhistoriker
⢠Wilhelm Schubart (1873â1960), klassischer Philologe, Althistoriker und Papyrologe
⢠Bernhard Patzak (1873â1933), Kunsthistoriker an der Universität Breslau mit Forschungen zum schlesischen Barock
⢠Paul LĂśbe (1875â1967), Politiker (SPD), Mitglied des Reichstags, Mitglied des Bundestags
⢠Stephan Prager (1875â1969), Architekt, preuĂischer Baubeamter und Ăberlebender des Holocaust
⢠Max Buchholz (1878â1947), Maler und Grafiker
⢠Erich KĂśnig (1881â1940), Historiker und Hochschullehrer
⢠Hermann Bagusche (1884â1969), Chefredakteur, Schriftsteller und Journalist
⢠Oswald Schneider (1885â1965), Wirtschaftswissenschaftler
⢠Elfriede Brinkmann-Brose (1887â1970), Malerin
⢠Joachim Tiburtius (1889â1967), Wissenschaftler, Hochschullehrer und Kulturpolitiker
⢠Kurt Heynicke (1891â1985), Schriftsteller
⢠Willy Marschler (1893â1952), Politiker (NSDAP)
⢠Herbert Pfeiffer (1893â1976), Offizier in der Luftwaffe der Wehrmacht
⢠Hans Hayn (1896â1934), Politiker (NSDAP) und SA-FĂźhrer, in Stadelheim hingerichtet
⢠Erwin Koschmieder (1896â1977), Slawist und Sprachwissenschaftler
⢠Maria Kobel (1897â1996), Chemikerin
⢠Christa Anita BrĂźck (1899â1958), Schriftstellerin
⢠Hans-Detlef Herhudt von Rohden (1899â1951), Generalmajor
Ab 1901
⢠Herbert Ender (1903â1934), SA-FĂźhrer und Opfer des sogenannten RĂśhm-Putsches
⢠Johannes Zinke (1903â1968), katholischer Priester, Theologe, Caritasdirektor und Apostolischer Protonotar
⢠Horst Lange (1904â1971), Schriftsteller
⢠Wolfgang Sucker (1905â1968), evangelischer Theologe und Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
⢠Hermann Alfred Raddatz (1906â1962), Bildhauer und Kunstmaler
⢠Karl Timmler (1906â1996), Maler, Grafiker und Keramiker
⢠Erich Lange (1908â1954), Politiker
⢠Hans-Joachim Fränkel (1909â1996), evangelischer Bischof
⢠Käthe Heusermann (1909â1995), Zahnarzthelferin des Zahnarztes von Adolf Hitler
⢠Alfred Dartsch (1910â1953), deutscher Arbeiter; im Zusammenhang mit dem Volksaufstand des 17. Juni zum Tode verurteilt und hingerichtet
⢠Johannes Feder (1911â1992), Kriminalbeamter, SS-ObersturmfĂźhrer, FĂźhrer des Einsatzstabs fĂźr die Partisanenerkundung.
⢠Gert Jeschonnek (1912â1999), Offizier der Marine, Vizeadmiral, Inspekteur der Marine
⢠Hans-Heinrich Jescheck (1915â2009), Rechtswissenschaftler
⢠Gottfried Schreiber (1918â2003), Veterinärmediziner und Standespolitiker, Präsident der Landestierärztekammer Hessen
⢠Hubertus GroĂler (1919â1996), Generalmajor des Heeres der Bundeswehr, Abteilungsleiter des Bundesnachrichtendienstes
⢠Ludwig Hoerner (1919â2015), Forscher und Autor zur Fotografie- und Gewerbegeschichte
⢠Amos Nathan (1920â2008), israelischer Elektroingenieur
⢠GĂźnther Reich (1921â1989), deutsch-israelischer Opernsänger
⢠Bernhard Huhn (1921â2007), Apostolischer Administrator von GĂśrlitz
⢠Georg Niepel (1923â2020), Richter am Bundesgerichtshof
⢠Heinzwerner PreuĂ (1925â2016), Quantenchemiker
⢠Erhard Hain (1925â2010), deutscher Maler
⢠Albrecht Dieckmann (1926â2011), deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer
⢠Hans Bernhard Graf von Schweinitz (1926â2008), Ministerialbeamter, Politiker und Schriftsteller
⢠Georg May (* 1926), katholischer Theologe, Kirchenrechtler, Rechtshistoriker
⢠Dietrich H. Boesken (1927â2020), Industriemanager und Präsident der Ehrensenator der Universität Konstanz
⢠Siegfried Hartmann (1927â2025), Filmregisseur und Drehbuchautor
⢠Hubert Unverricht (1927â2017), Musikwissenschaftler
⢠Theresia Pfänder (1928â2013), Unternehmerin und Kommunalpolitikerin
⢠Stefan Moses (1928â2018), Fotograf
⢠Hans-Joachim Heyse (1929â2013), Regisseur, Theaterintendant, Schauspieler und Schriftsteller
⢠Ernst-Ulrich SchlĂźnder (1929â2019), Ingenieur fĂźr Thermische Verfahrenstechnik
⢠Manfred Roensch (1930â2001), deutscher lutherischer Theologieprofessor
⢠Lieselotte Schwarz (1930â2003), Malerin und Bilderbuchillustratorin
⢠Frank Ludwig Weichman (1930â2016), Physiker
⢠Horst Werner Franke (1932â2004), Pädagoge und Bremer Senator
⢠Christian-Erdmann Schott (1932â2016), evangelischer Theologe und Kirchenhistoriker
⢠Horst H. Berger (* 1933), Elektroingenieur und Hochschullehrer
⢠Klaus-Dieter Grosser (1933â2016), Internist
⢠Veronika Meynen (1933â1997), Keramikerin
⢠Herbert Pohl (* 1933), Polizeioffizier, Hauptabteilungsleiter im DDR-Innenministerium
⢠Karl-Heinz Bleiel (1934â2008), Brigadegeneral der Bundeswehr und Militärgeograph
⢠Peter Feiffer (1934â2017), Agrarwissenschaftler
⢠Jochen Petersdorf (1934â2008), Satiriker
⢠Ingrid Zwerenz (1934â2023), deutsche Autorin und Publizistin
⢠Louis Ferdinand Helbig (1935â2019), Germanist in Kanada und Schlesien
⢠Reinhart Bindseil (1935â2024), Diplomat
⢠Claus-Wilhelm Canaris (1937â2021), Jurist und Rechtsphilosoph
⢠Christoph B. Rßger (* 1937), provinzialrÜmischer Archäologe
⢠Reiner Schwalme (* 1937), Karikaturist
⢠Werner Stumpfe (1937â2018), Industriemanager
⢠Wolfgang Deppert (1938â2025), Philosoph
⢠Karl Christian Felmy (1938â2023), Theologe
⢠Hans-Joachim Giersberg (1938â2014), Kunsthistoriker
⢠Uwe Hoffmann (1938â2016), Geologe
⢠Klaus-Peter Matschke (1938â2020), Byzantinist und Mittelalterhistoriker
⢠Olaf Neumann (1938â2017), Mathematiker und Mathematikhistoriker
⢠Udo Aschenbeck (1939â1995), Schriftsteller, Buchhändler und Sozialpädagoge
⢠Jochen Baumert (1939â2018), Schauspieler und HĂśrspielsprecher
⢠Peter Marzinkowski (1939â2024), Spiritanerpater und erster Bischof der 2004 gegrĂźndeten DiĂśzese Alindao
⢠Klaus Herdzina (1940â2022), deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer
⢠Renate Neumann (* 1940), Bildhauerin und Zeichnerin
⢠Bodo Ueberfeld (1940â2021), deutscher Grafiker
⢠Wolf-Rßdiger Janzen (* 1941), Wirtschaftsfunktionär
⢠Christa Koşik (* 1941), Schriftstellerin, Filmszenaristin und HÜrspielautorin
⢠Uta Zapf (* 1941), Politikerin (SPD), Mitglied des Bundestags 1990â2013
⢠Klaus Beer (1942â2023), Leichtathlet
⢠Joachim Nocke (1942â2017), Rechtswissenschaftler
⢠Gerhard Schmidt (* 1942), Sportwissenschaftler, Hochschullehrer und Basketballtrainer
⢠Dieter Speer (* 1942), Biathlet
⢠Therese Chromik (* 1943), Schriftstellerin und Ăbersetzerin
⢠Ingrid Gerhard (* 1944), deutsche Gynäkologin, Naturheilkundlerin und Sachbuchautorin
⢠Heinz-Bernd Heller (* 1944), Medienwissenschaftler, Hochschullehrer
⢠Heiner MĂźller-Krumbhaar (1944â2024), Physiker
⢠BjÜrn Pätzoldt (* 1944), Politikwissenschaftler und Verleger
⢠Dietmar Herrmann (1945â2023), Heimatforscher
⢠Anna Dymna (* 1951), Schauspielerin
⢠Krystyna KĹosiĹska (* 1952), Literaturhistorikerin und -kritikerin
⢠Markus Spiegel (* 1952), Üsterreichischer Musikproduzent
⢠Grzegorz WĹodzimierz Wasilkowski (* 1952), Informatiker und Hochschullehrer
⢠WĹodzimierz Juszczak (* 1957), Bischof der Eparchie Breslau-Koszalin der Ukrainischen Griechisch-katholischen Kirche
⢠Barbara Zdrojewska (* 1960), Politikerin
⢠Anna Podczaszy (* 1972), Dichterin
⢠Tomasz Kot (* 1977), Theater- und Filmschauspieler
⢠Karolina Kuszyk (* 1977), Autorin und Ăbersetzerin
⢠Mariusz Lewandowski (* 1979), FuĂballspieler
⢠Ĺukasz Cyborowski (* 1980), Schachmeister
⢠Aleksandra Klejnowska (* 1982), Gewichtheberin
⢠Jagoda Szmytka (* 1982), Komponistin
⢠Marcin Robak (* 1982), FuĂballspieler
⢠Agnieszka Brugger (* 1985), deutsche Politikerin
⢠Olena Pidhruschna (* 1987), ukrainische Biathletin und Politikerin
⢠Adriana Ferfecka (* 1992), Opernsängerin
⢠Dawid Dawydzik (* 1994), Handballspieler
⢠Mateusz Zembrzycki (* 1997), Handballspieler
⢠Ĺukasz PorÄba (* 2000), FuĂballspieler
Sonstige PersĂśnlichkeiten
⢠Valentin Krautwald (â 1545 in Liegnitz), Theologe und Humanist
⢠Leonhard Krenzheim (1553â1593), evangelisch-lutherischer Pfarrer in Liegnitz und Lieddichter
⢠Friedrich von Logau (â 1655 in Liegnitz), Lyriker und Ăbersetzer des Barocks
⢠Hans AĂmann Freiherr von Abschatz (* 1646; â 1699 in Liegnitz), Lyriker und Ăbersetzer des Barocks
⢠Hans von Schweinichen (* 1552; â 1616 in Liegnitz), Hofmarschall und Autobiograf
⢠Franz Josef Freiherr von Heinke (1726â1803), Jurist, besuchte die FĂźrstenschule zu Liegnitz
⢠Johann Joseph Kausch (1751â1825), Mediziner und Schriftsteller
⢠August von Pfuhl (* 1794; â 1874 in Liegnitz), Generalmajor der PreuĂischen Armee
⢠Auguste von Harrach (1800â1873), als âFĂźrstin von Liegnitzâ Ehefrau KĂśnig Friedrich Wilhelms III. von PreuĂen
⢠Ludwig Otto Ehlers (* 1805; â 1877 in Liegnitz), evangelisch-lutherischer Pastor, Kirchenrat und Superintendent
⢠Alexander von Minutoli (1806â1887), grĂźndete 1844 in Liegnitz das erste Kunstgewerbemuseum der Welt
⢠Louise Peterson (1828â1902), Jugendschriftstellerin
⢠Waldemar Dyhrenfurth (1849â1899), Jurist, SchĂśpfer des âBonifazius Kiesewetterâ
⢠Ludwig Wilhelm Seyffarth (1829â1903), Oberpfarrer in Liegnitz, Pestalozzi-Kenner
⢠Karl von Lewinski (* 1858; â 1937 in Liegnitz), Generalleutnant der PreuĂischen Armee
⢠Hans Arno Charbonnier (1878â1944), 1913 OberbĂźrgermeister von Liegnitz
⢠Fritz Karsen (1885â1951), Reformpädagoge, hatte 1911/12 seine erste Oberlehrerstelle an der Oberrealschule zu Liegnitz inne
⢠August Froehlich (1891â1942), Pfarrer, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Märtyrer, Absolvent des Lyceums in Liegnitz
⢠Herbert Weichmann (1896â1983), Hamburger BĂźrgermeister, wuchs in Liegnitz auf
⢠Walther Siegmund-Schultze (1916â1993), Musikwissenschaftler, besuchte 1928â1935 das Johanneum in Liegnitz
⢠Christa Susanne Dorothea Kleinert (1925â2004), deutsche Ăkonomin, besuchte in Liegnitz das Lyceum
⢠Ursula HĂśntsch-Harendt (1934â2000), deutsche Schriftstellerin, wuchs in Liegnitz auf
Literatur
⢠Martin Zeiller: Lignitz. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae (= Topographia Germaniae. Band 11). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1650, S. 158â159 (Volltext [Wikisource]).
⢠Liegnitz, Stadt und Stadtkreis, links der Katzbach, preuĂische Provinz Schlesien. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Liegnitz (meyersgaz.org).
⢠Hans Charbonnier, Werner Elsner, Bruno Salomon: Die Stadt Liegnitz. Deutscher Kommunal-Verlag, Berlin-Friedenau 1927 (= Monographien deutscher Städte â Darstellung deutscher Städte und ihrer Arbeit in Wirtschaft, Finanzwesen, Hygiene, Sozialpolitik und Technik , herausgegeben von Erwin Stein, Band XXII) (Google Books).
⢠Georg Thebesius: Liegnitzsche Jahr-Bßcher, worinnen so wohl die Merkwßrdigkeiten dieser Stadt, als auch die Geschichte der Piastischen Hertzoge von Schlesien, von ihrem Anfange bià zum Ende des 16. Jahrhunderts untersuchet werden. Jauer 1733 (Digitalisat).
⢠Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz. Liegnitz 1861 (Digitalisat).
⢠Friedrich Wilhelm Schirrmacher: Urkunden-Buch der Stadt Liegnitz und ihres Weichbildes bis zum Jahre 1455. Liegnitz 1866 (E-Kopiw).
⢠Karl Joseph Schuchard: Wenzel I. Herzog von Liegnitz. Ein Beitrag zur schlesischen Geschichte. Berlin 1867 (Digitalisat).
⢠Christian Fßrchtegott Becher: Versuch einer Geschichte der KÜniglichen Ritter-Akademie zu Liegnitz. Teil 1, Liegnitz 1829 (Digitalisat).
⢠Karl August MĂźller: Vaterländische Bilder, oder Geschichte und Beschreibung sämmtlicher Burgen und RitterschlĂśsser Schlesiens beider Antheile und der Grafschaft Glatz. Zweite Auflage, Glogau 1844, S. 261â263.
⢠Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Schlesien (= KrĂśners Taschenausgabe. Band 316). KrĂśner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 283â295.
⢠Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen Schlesien. MĂźnchen / Berlin 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 519â540.
⢠Beate StĂśrtkuhl: Liegnitz â Die andere Moderne, Architektur der 1920er Jahre. Oldenbourg, MĂźnchen 2007, ISBN 978-3-486-58421-9.
⢠JĂźrgen W. Schmidt: Die Massentumulte in Liegnitz vom Juni 1898 und deren Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Kommunalen Polizei im KĂśnigreich PreuĂen. In: JĂźrgen W. Schmidt (Hrsg.): Polizei in PreuĂen im 19. Jahrhundert. Ludwigsfelde 2011, ISBN 978-3-933022-66-0, S. 129â163.
⢠Zum Liegnitzer Lehnsstreit: Hermann Markgraf: Bitschen, Ambrosius. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 2, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 683.
⢠Margret Dorothea Minkels: Alexander von Minutoli, der Grßnder des 1. Kunstgewerbemuseums der Welt (1844), Norderstedt 2018, ISBN 978-3-7460-6982-1.
⢠Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Online-Material zur Dissertation, Osnabrßck 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 10. Mai 2023
Weblinks
Commons
: Legnica
â Album mit Bildern
Wikivoyage: Legnica
â ReisefĂźhrer
⢠Stadtkreis Liegnitz (Territorial.de).
⢠Website der Stadt
⢠Liegnitz. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 10, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885â1892, S. 781.
⢠Historische Webseite der Stadt Liegnitz
⢠Legnica â Liegnitz, Lignica na portalu polska-org.pl
⢠Geschichte der jßdischen Gemeinschaft in Legnica auf dem Portal Virtuelles Schtetl (englisch, polnisch)
⢠Liegnitz/Legnica. In: Online-Lexikon des Bundesinstituts fßr Kultur und Geschichte der Deutschen im Üstlichen Europa der Universität Oldenburg.
⢠Geschichte der Stadt Liegnitz bei: Historische Gesellschaft Liegnitz e. V.
Einzelnachweise
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cite-note-22. â Dieter Berg (Hrsg.): Spuren franziskanischer Geschichte. Chronologischer AbriĂ der Geschichte der Sächsischen Franziskanerprovinzen von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Werl 1999, S. 75.
cite-note-33. â Dieter Berg (Hrsg.): Spuren franziskanischer Geschichte. Chronologischer AbriĂ der Geschichte der Sächsischen Franziskanerprovinzen von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Werl 1999, S. 259.289.
cite-note-44. â Siegfried Wollgast: Philosophie in Deutschland zwischen Reformation und Aufklärung, 1550â1650. Akademie Verlag, 1993, ISBN 3-05-002099-7.
cite-note-55. â Siegfried Wollgast: Morphologie schlesischer Religiosität in der FrĂźhen Neuzeit: Sozinianismus und Täufertum. In: WĂźrzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 22, 2003, S. 419â448, hier: S. 420
cite-note-66. â Roman Smolorz: Legnica (Stadt) (Memento des Originals vom 31. Mai 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/eeo.uni-klu.ac.at Webseite der Universität Klagenfurt, abgerufen am 27. Februar 2011.
cite-note-77. â Dieter Berg (Hrsg.): Spuren franziskanischer Geschichte. Chronologischer AbriĂ der Geschichte der Sächsischen Franziskanerprovinzen von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Werl 1999, S. 397.
cite-note-88. â Margret Dorothea Minkels: Alexander von Minutoli, der GrĂźnder des 1. Kunstgewerbemuseums der Welt (1844). Norderstedt 2018, ISBN 978-3-7460-6982-1, S. 165â170.
cite-note-99. â Margret Dorothea Minkels: Alexander von Minutoli, der GrĂźnder des 1. Kunstgewerbemuseums der Welt (1844). Norderstedt 2018, ISBN 978-3-7460-6982-1, S. 377â415.
cite-note-1010. â Amts-Blatt der PreuĂischen Regierung zu Liegnitz 1873, S. 314
cite-note-mkl-1111. â Meyers Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 12, Leipzig/Wien 1908, S. 540.
cite-note-1212. â Brockhaus-Lexikon, Buchstabe L, Brockhaus-Verlag, Leipzig-Mannheim, 1996
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cite-note-jgk30-214. Johann Georg Knie: Alphabethisch-Statistisch-Topographische Uebersicht der DĂśrfer, Flecken, Städte und andern Orte der KĂśnigl. PreuĂ. Provinz Schlesien, mit EinschluĂ des jetzt ganz zur Provinz gehĂśrenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefĂźgter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Breslau 1830, S. 961â963.
cite-note-jgk31-225. Johann Georg Knie: Kurze geographische Beschreibung von PreuĂisch-Schlesien, der Grafschaft Glaz und der PreuĂischen Markgrafschaft Ober-Lausitz oder der gesamten Provinz PreuĂisch-Schlesien: Zum Gebrauch fĂźr Schulen. Erstes Bändchen. Breslau 1831, S. 117â122 von Kapitel I: Bezirk der kĂśnigl. Regierung zu Breslau (S. 305â310 der Digitalisat der Bibliothek Gyfrowa).
cite-note-jgk45-236. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der DĂśrfer, Flecken, Städte und andern Orte der KĂśnigl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage. Breslau 1845, S. 959â851.
cite-note-as1-247. Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz. Liegnitz 1861, S. 1.
cite-note-mr-258. Michael Rademacher: Liegnitz. Online-Material zur Dissertation, OsnabrĂźck 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900
cite-note-meyersgaz-269. Liegnitz, Schlesien. In: Meyers Gazetteer (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer alten Landkarte der Umgebung von Liegnitz).
cite-note-2710. Meyers Neues Lexikon. Band 5, Bibliografisches Institut, Leipzig 1964, S. 325.
cite-note-2828. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. Juni 2024.
cite-note-2929. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 13. August 2020.
cite-note-3030. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. Juni 2024.
cite-note-3131. â Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 13. August 2020.
cite-note-3232. â Neue Partner in der Republik Polen - Städtepartnerschaft zwischen MeiĂen und Legnica feierlich besiegelt. Pressemitteilung der Stadt MeiĂen vom 8. Dezember 2017
cite-note-meyer-3434. â Meyers Neues Lexikon. Band 5, Bibliografisches Institut, Leipzig 1964, S. 325.
cite-note-3535. â Vgl. organy.art.pl (Memento des Originals vom 12. Januar 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.organy.art.pl; abgerufen am 10. Mai 2008.
cite-note-3636. â Darstellung auf www.liegnitz.info
cite-note-3737. â liegnitz.pl
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cite-note-4040. â T. GumiĹski, E. WiĹniewski: Legnica. Przewodnik po mieĹcie. Legnica 2001, S. 27
cite-note-4141. â T. GumiĹski, E. WiĹniewski: Legnica. Przewodnik po mieĹcie.Legnica 2001, S. 102â103
cite-note-4242. â "Legnica. Zarys monografii miasta" pod redakcjÄ
DÄ
browskiego S. WrocĹaw-Legnica 1998. S. 392
cite-note-4343. â "Legnica. Zarys monografii miasta" pod redakcjÄ
DÄ
browskiego S. WrocĹaw-Legnica 1998. S. 402â403
cite-note-4444. â Aleja Rzeczypospolitej - dawniej Weissenroder Strasse, Immelmannstrasse, DĹuga, gen. Karola Ĺwierczewskiego. Abgerufen am 11. Februar 2021 (polnisch).
cite-note-4545. â "Legnica. Zarys monografii miasta" pod redakcjÄ
DÄ
browskiego S. WrocĹaw-Legnica 1998. S. 393â400
cite-note-4646. â legnica.um.gov.pl (Memento des Originals vom 11. Mai 2006 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.legnica.um.gov.pl